„Inside Don Bosco“ – ein Bericht von hinter den Kulissen der SoLa-Vorbereitung (IV)

In der vergangenen Woche haben Sie hier jeweils eine exklusive Hintergrundgeschichte zur SoLa-Vorbereitung gelesen. Für die wichtigen Facts beachtet bitte unseren SoLa-Elternbrief mit den letzten Infos. Auch während des Lagers bemühen wir uns, Ihnen hin und wieder Updates vom Platz zu geben.

Montagmorgen, Abfahrt des Busses. Doch das Sommerlager 2015 hat für den Stamm schon begonnen. Wieso? Lesen Sie selbst…

Wenn es dann losgeht…

 

…sind Sie bestimmt schon mit aktiv geworden: über eine Tonne Material muss auf den Platz geschafft werden… und muss dazu erstmal in den Bus hinein, unter handgreiflicher Unterstützung aller Mamas und Papas. Wenn der Bus abfährt, alle auf zwei Wochen guten Wetters hoffen und die Lunchpakete aufreißen, ist der Vortrupp schon lange unterwegs – bereits seit Freitag wird auf dem Platz aufgebaut: Steffen, Martin, Consti, Henrik, Jochen und Toni sind mit dem Bulli vorausgefahren und stellen am Ort des Schiffsbruchs wenigstens die Kombüse und Sanitäranlagen wieder her, damit die mutigen Abenteurer des Stammes Don Bosco kommen können: alles Weitere liegt in ihrer Hand…

Nach Ankunft auf dem Platz gibt es erstmal einen Snack (das weitere Catering finden Sie im Speiseplan.) – und dann geht es an die Lagerbauten, und hinein ins Abenteuer.

„Inside Don Bosco“ – ein Bericht von hinter den Kulissen der SoLa-Vorbereitung (III)

Schon bald geht es los und das Sommerlager startet! Diese Zeit ist für uns nochmal arbeitsintensiv, denn vieles will vorbereitet werden. Während die Leiter also halbherzig ihre Zeit an ihren Arbeitsstellen absitzen, reiben sich alle schon die Hände vor Vorfreude. Für Sie uns Euch sollte es jetzt auch an’s Packen und Vorbereiten gehen. Beachtet bitte unseren SoLa-Elternbrief mit den letzten Infos.

Das Lagerleben macht Spaß; es ist naturverbunden, fröhlich, aktiv und gesund – davon sind wir Pfadfinder überzeugt. Damit das so gelingt, braucht es viele Hände, die mit anpacken. Und vieles ist für die „daheimgebliebenen“ Eltern trotzdem eine Black box. Wir können nicht alle Geheimnisse lüften, aber wollen Ihnen in den kommenden Tagen in jeweils einen Bereich der SoLa-Planung einen Einblick geben… Weiter geht’s mit dem Thema

Verpflegung

„Don’t do as I did when I was a tenderfoot. It was my turn to cook, so I thought I’d vary the dinner by giving them soup. I had some pea-flour, and I mixed it with water and boiled it up, and served it as pea-soup; but I did not put in any stock or meat juice of any kind. I didn’t know it was necessary or would be noticeable. But they noticed it directly – called my beautiful soup a ‚wet pea-pudding‘ and told me I might eat it myself – not only told me I might, but jolly well made me eat it… I never made the mistake again.“ (B.P. in: Scouting for Boys, 1908: 146)

Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinderbewegung, hält in seinem Buch Scouting for Boys viele hilfreiche Tipps bereit. Über das Kochen erzählt er eine Geschichte, wie er seinen Kameraden eine ungewürzte Erbsensuppe vorsetzte – und sie ihn zur Strafe für das übelschmeckende Gericht zwangen, es selbst ganz aufzuessen.

(Nicht nur) damit das nicht passiert, sind Steffen Büscher und Martin Helfrich als Küchencrew mit dabei. Die „MiWis“ – „Mitwirkenden“, also Stabsmitarbeiter – sorgen dafür, dass vor und während des Lagers frisch eingekauft wird, die Küche funktioniert und alle satt werden. Aber es geht nicht nur darum, über 60 Menschen irgendwie zu beköstigen – sondern das Ganze muss budgetgerecht geschehen, und wo möglich wird regional und saisonal in ökofairer Qualität eingekauft. Die Verpflegung ist vollwertig, mit möglichst vielen Vitaminen und frischen Zutaten, und zum Tagesprogramm passend: nach dem anstrengenden Baumstämme-Schleppen beim Lagerbau braucht es eben einfach eine Extrakelle. Und zuletzt: Essen ist ein wichtiger Stimmungsfaktor. Also gibt es kreative Gerichte, die aber möglichst allen munden – vom 5- bis 25-Jährigen -, und zwischendurch immer mal kleine Snacks.

An einigen Abenden wird in den Gruppen gekocht, und immer wo es geht, helfen die Gruppenmitglieder mit: sich selbst und andere verpflegen hat auch etwas mit Verantwortung übernehmen zu tun, und das lernen hier alle gleich mit.

 

 

 

Der „Küchenjob“ hat schon weit vor dem Lager begonnen: für die sachgerechte und hygienische Arbeit in der Zeltküche gibt’s im Gesundheitsamt eine gesetzlich vorgeschriebene Belehrung. Weil auch Kühlmöglichkeiten in der Natur beschränkt sind, ist es wichtig, im Voraus gründlich zu planen: wann werden welche Lebensmittel frisch gekauft; was müssen wir vorab besorgen; um welche Mengen geht es?

Im Laufe des Lagers werden etwa 1560 Liter Tee, Kakao, Eistee und Wasser getrunken; mit dem örtlichen Bäcker haben wir eine Belieferung an den Platz vereinbart – insgesamt essen wir ca. 170kg Brot, zuzüglich Brötchen; über 17kg Nuss-Aufstrich werden aus den Gläsern gekratzt, 13 Liter Pflanzenöl verbraten und 20kg Frühstücksmüsli stehen bereit; Obst und Gemüse bringt uns der Großhändler aus der Region.

 

Und wer jetzt neugierig
geworden ist, was sich die Mannschaft in der Kombüse ausgedacht hat, findet hier den Speiseplan:

Speiseplan

 

 

„Inside Don Bosco“ – ein Bericht von hinter den Kulissen der SoLa-Vorbereitung (II)

Schon bald geht es los und das Sommerlager startet! Diese Zeit ist für uns nochmal arbeitsintensiv, denn vieles will vorbereitet werden. Während die Leiter also halbherzig ihre Zeit an ihren Arbeitsstellen absitzen, reiben sich alle schon die Hände vor Vorfreude. Für Sie uns Euch sollte es jetzt auch an’s Packen und Vorbereiten gehen. Beachtet bitte unseren SoLa-Elternbrief mit den letzten Infos.

Das Lagerleben macht Spaß; es ist naturverbunden, fröhlich, aktiv und gesund – davon sind wir Pfadfinder überzeugt. Damit das so gelingt, braucht es viele Hände, die mit anpacken. Und vieles ist für die „daheimgebliebenen“ Eltern trotzdem eine Black box. Wir können nicht alle Geheimnisse lüften, aber wollen Ihnen in den kommenden Tagen in jeweils einen Bereich der SoLa-Planung einen Einblick geben… Weiter geht’s mit dem Thema

Material

Constantin (Consti) Heinrich ist seit etlichen Jahren Materialwart und damit gemeinsam mit Stellvertreter Henrik Herr des Lagers. In ihr Ressort fallen Pflege und Planung dessen, was unsere Lager erst möglich macht: Zelte, Planen, Gestänge, Äxte, Beile, Sägen, Kochgeschirr, Lampen, und vieles mehr – das erfordert Logistik und braucht Zeit: rund 30 Stunden allein im Vorfeld des Lagers. Gerade unsere Planen sind besonders gegenüber dem 08/15-Campingzelt: aus der Tradition der bündischen Jugend zelten wir „schwarz“ – die Kohten und Jurten werden zusammengesetzt aus schwarz gefärbten Planen schweren Baumwollstoffs.

Der ist im Regen zum einen deswegen dicht, weil wir die Planen straff spannen und regelmäßig von Hand imprägnieren. Zum anderen quellen die Fasern auf, wenn sie nass sind. So wird das Gewebe zwar nass, aber es tropft kein Wasser durch – eigentlich… Chemische Stoffe wie Aerosole und Gase aus Spaydosen zerstören diese Funktion. (Auch) deswegen sieht man Leiter schon mal schwer die Augenbrauen runzeln, wenn die Deoflaschen bestimmungswidrig zum Einsatz kommen, etwa, um sich tierischer Besucher zu erwehren.

Den schweren Kohtenstoff zu nähen, ist keine Knochenarbeit, sondern eher Fingerkuppen-Arbeit: Trotz Fingerhüten hat sich hier schon der eine und die andere mit der Nadel gestochen. Eine große Hilfe war deswegen der beherzte Einsatz von Frau Helfrich aus der Basargruppe der Gemeinde St. Bernard, die einen Tag mit Nähmaschine auf der Terrasse verbracht und die größeren Nähte fachkundig geflickt hat.

 

Unser Material ist teuer in der Anschaffung, aber dafür sehr langlebig. Hin und wieder müssen wir Ersatzteile kaufen, gerade beim Küchenzubehör Dinge auch aus hygienischen Gründen ersetzen, und ab und an schaffen wir einzelne Teile ganz neu an – doch das wichtigste Investment ist die sorgfältige Reinigung und Pflege des Materials. Weil dabei viele Hände gebraucht werden, gibt es immer unmittelbar nach dem Lager einen Materialpflege-Tag, an dem die Planen zum Trocknen aufgespannt, gereinigt und imprägniert, Töpfe geschrubbt, Gegenstände inventarisiert und ordentlich wieder eingelagert werden.

 

„Inside Don Bosco“ – ein Bericht von hinter den Kulissen der SoLa-Vorbereitung (I)

Schon bald geht es los und das Sommerlager startet! Diese Zeit ist für uns nochmal arbeitsintensiv, denn vieles will vorbereitet werden. Während die Leiter also halbherzig ihre Zeit an ihren Arbeitsstellen absitzen, reiben sich alle schon die Hände vor Vorfreude. Für sie uns Euch sollte es jetzt auch an’s Packen und Vorbereiten gehen. Beachtet bitte unseren SoLa-Elternbrief mit den letzten Infos – und wer noch Fragen zur Ausrüstung hat, meldet sich gern bei Martin oder anderen Leitern.

Das Lagerleben macht Spaß; es ist naturverbunden, fröhlich, aktiv und gesund – davon sind wir Pfadfinder überzeugt. Damit das so gelingt, braucht es viele Hände, die mit anpacken. Und vieles ist für die „daheimgebliebenen“ Eltern trotzdem eine Black box. Wir können nicht alle Geheimnisse lüften, aber wollen Ihnen in den kommenden Tagen in jeweils einen Bereich der SoLa-Planung einen Einblick geben… Los geht’s mit dem Thema

Verwaltung und pädagogische Planung

Ein Jahr, bevor es losgeht, werden erste Überlegungen angestellt. Traditionell sind wir in jedem ersten Jahr als Stamm gemeinsam auf einem Standlager, im zweiten Jahr als (Alters-) Stufen auf Fahrt. Um den Termin, den viele Familien für ihre Planungen sehr rechtzeitig wissen wollen, müssen die Leiter meist schwer ringen: dabei sind die Ferien in Einklang zu bringen mit den Semesterferien und Klausuren bzw. prüfungsfreien Zeiten der Studierenden; die Berufstätigen und Auszubildenden unter uns müssen Urlaub beantragen; außerdem muss die Zeit mit dem gebuchten Platz abgestimmt werden. Steht der Termin, geht es ans Motto, die Grobplanung (An- und Abreise, Rahmendaten) und dann immer kleinteiliger um das konkrete Programm. Der Startschuss dafür war dieses Jahr ein Leiterrunden-Wochenende. Im Folgenden hat dann jeder aus der Leiterrunde Verantwortung für einige Programmpunkte. Häufig muss dafür noch Material eingekauft werden. Gemeinsam mit dem übergreifenden Lagermotto und „Basics“ – es müssen etwa Lagerbauten errichtet und natürlich die Versprechensfeier abgehalten werden – entsteht so ein Organisationsplan.

Die Leiterinnen und Leiter der einzelnen Stufen haben die Bedürfnisse „ihrer“ Kinder bzw. Gruppenmitglieder dabei besonders im Blick. Das ist der Grundgedanke unserer Stufenpädagogik, aufgrund derer wir die Altersstufen nach dem jeweiligen Entwicklungsstand der jungen Menschen ausrichten – und es ist auch der Grundgedanke der Pfadfinderei, die mit dem Grundsatz „Look at the child“ zu jeweils individuell angemessener Förderung der Mädchen und Jungen auffordert. Um von- und miteinander unterwegs zu sein und Gemeinschaft zu erleben, brauchen unsere Leiter natürlich „Handwerkszeug“ – meistens ist die erste Ausbildung in diesem Bereich der Gruppenleitungsgrundkurs, den die Landesstelle der Katholischen Jugend Hamburg organisiert. Die Teilnahme wird den Leitern übrigens weitestgehend vom Stamm und dem Erzbistum Hamburg finanziert (auch das ist ein Ort, wo nicht viele, aber doch auch Kirchensteuern ankommen).

Die letztliche Verantwortung für das Geschehen auf dem Platz, aber auch rund um das ganze Lager trägt die Lagerleitung. Sie zeichnet beispielsweise verantwortlich für die Absprachen mit dem Busunternehmen (welche wir buchen, hängt von den Anmeldezahlen ab – und Fehlkalkulationen können schnell den finanziellen Ruin der ganzen Veranstaltung bedeuten… Deswegen drängeln die Leiter oft auf Abgabe der Anmeldungen), aber auch mit dem Platz und den übrigen Mitarbeitenden. Diese verantwortungsvolle Aufgabe liegt bei der Vorsitzenden, Antonia Wrobel. Sie führt auch die Teilnehmendenliste, nimmt beim Check-In vor der Abfahrt die persönlichen Dokumente entgegen und ist für Sie im schlimmsten Fall auch unter der Notfall-Handynummer zu erreichen.

Irgendwas is‘ immer – falls sich mal jemand in den Finger schneidet oder ein Mückenstich zu sehr nervt, kommt der Sani-Koffer zum Einsatz. Damit wir fachgerecht helfen können, verfügen ausgebildete JugendgruppenleiterInnen über eine Erste-Hilfe-Ausbildung; vor diesem Lager haben wir sie in einem eigenen Kurs für unsere Leiterrunde nochmal aktualisiert.

Was so alles vor einem SoLa passiert

Vom Beginn des Sommerlagers 2013 trennen uns nun nur noch wenige Stunden – und was bis jetzt nicht geschafft ist, wird improvisiert. Aber viel bleibt nicht übrig – denn eigentlich hat das SoLa für die Leiterrunde schon im letzt Oktober begonnen… Wir geben einen kleinen Abriss, was vor einem Lager so geschehen muss.

Wir wissen selbst: eigentlich müssen alle früh planen. Und wir spüren an der eigenen Haut: so richtig einfach ist das nicht. Das rechtzeitige Buchen von Platz und Bus – in der Regel müssen wir spätestens 9 Monate im Voraus anfragen und buchen – sind dabei das geringste Problem. Viel mehr beschäftigt uns, wie wir ein gutes Betreuungsverhältnis gewährleisten können. Viele unserer Leiter sind mittlerweile berufstätig und nutzen ihren Erholungsurlaub für das Lager; andere sind selbst noch schulpflichtig; wieder andere studieren – der enge Zeitkorridor, der uns in der Überschneidung zwischen Uni-Semesterferien und Schulferien bleibt, hat uns etliches erschwert.

Nicht umsonst haben Martin und das Vorbereitungsteam deswegen fast graue Haare bekommen, als ein Transportfahrzeug gefunden werden sollte: unsere befreundeten Stämme und Organisationen sind in diesem Jahr alle nahezu in der gleichen Zeit unterwegs.

Auf einem Wanderlager oder einer Fahrt zählt das Erlebnis des Tages – wir lassen uns mit offenen Augen treiben und gucken, was die Welt uns zu bieten hat. Auf einem Stammeslager, das wir (fast) die ganze Zeit über auf einem Platz verbringen, haben wir einen anderen Anspruch: da wollen wir eine eigene Welt erschaffen. Von den Lagerbauten (Küche, Feuerstellen, Lagertor, Bannermast usw.) über die Zelte und anderes ersteht unser Lebensraum für zwei Wochen – und der will mit Programm und Leben gefüllt werden!

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Ganz offensichtlich sind die „handfesten“ logistischen und organisatorischen Aufgaben: ein großer Einkauf vor dem Lager von Lebensmittel und Programmmaterial, das Beladen von Fahrzeugen, das Organisieren des „Check-In“, wenn alle zum Abreisezeitpunkt aufgeregt ankommen.

Etwas im Hintergrund stehen die Aufgaben, die viel mehr Arbeit bereiten.

Der Tag auf dem Lager besteht aus drei Einheiten; morgens nach dem Frühstück, nachmittags nach der Mittagspause, abends nach dem Abendessen. Mindestens zwei große Programmpunkte stehen so an jedem Tag an – darunter die unverzichtbaren Klassiker wie die Lagerolympischen Spiele (LOS), der sagenumwobene Nachtpostenlauf (wer weiß, den soll es angeblich gar nicht immer geben…), ein Gottesdienst, Wasseraktivitäten, das Hike (3-Tages-Tour), usw. Jeder einzelne dieser Programmpunkte wird konzipiert und geplant von einer Kleingruppe aus Leitern. Um den Gesamtplan zu erstellen, verbrachte die gesamte Leiterrunde ein gemeinsames Wochenende in Klausur. Nachgedacht werden will auch darüber, wie das SoLa in die pädagogische Arbeit der Stufen eingebunden wird. All das laden sich unsere Crews aus den Stufenleitungen zusätzlich auf: Lea und Melanie etwa waren stundenlang kreativ, um danach noch mit einem (eigentlich unmachbaren) Budget ihr Material zu besorgen. Aber: „Versetze dem >Un< in >unmöglich< einen Tritt“, schreibt schon Baden-Powell – und so kommen einige unserer Workshops ohne einen Cent Kosten aus!

Das Sommerlager als Höhepunkt des Pfadi-Jahres verlangt unseren Materialkapazitäten alles ab. Schon seit Beginn des Jahres wurden an etlichen Abenden Ausbesserungen an Zelt-Planen vorgenommen, an Kochern, Töpfen und Werkzeug geschraubt und gewerkelt. Dank unseres großen Materialfundus sind wir in der Lage, sehr flexibel und autonom arbeiten zu können – aber dahinein müssen wir etliche Stunden investieren. Das alles koordiniert unser Materialchef Constantin und sein Stellvertreter, Henrik aus der Roverstufe, in technischen Belangen kompetent unterstütz von Jochen.

Unterwegs zu sein mit über 60 Personen muss gut geplant sein. Von der Kalkulation über die laufende Buchhaltung bis hin zur Abrechnung, von der Verwaltung der Teilnehmer- Unterlagen über die Beantragung von Zuschüssen und Koordination der Ausgaben steht viel Zahlen- und Papierschubserei. Macht nicht immer Spaß – muss aber eben auch sein. Die „Geschäftsführung“ für das SoLa zeichnet immerhin verantwortlich für ein Budget von etlichen Tausend Euro – aber nicht auszudenken, etwas wäre vergessen worden. Ist das Fährticket gebucht? Erreichen wir das Schiff, selbst wenn es Stau geben sollte? Wo wird der Busfahrer untergebracht? Können wir am Lagerort Holz kaufen? Wo ist das Bastelmaterial am günstigsten? Wie halten wir den Preis für das Lager trotz steigender Kosten niedrig? Können wir uns Bio-Essen im Lager leisten, oder werden die Sonntagsbrötchen gestrichen? – Der Kopf schwirrt Finanzreferent und Planer Martin und Toni, die im Vorstand für derlei verantwortlich zeichnet und mit deren Ausdauer so manches erst gelingen kann (Wer sonst mag schon in sechs Geschäften die Preise für Klebeband vergleichen, um bis zum Cent zu sparen?).

Klar: das alles muss funktionieren, neben Schule, Studium und Job. Und obwohl wir lange schon in der Planung drinstecken, bricht in der letzten Woche bevor’s losgeht noch einmal die Hölle los. Wir sind jetzt noch ein bisschen erschöpft vom Endspurt. Aber: der (Material-)Berg liegt vor uns. Die Sonne schein in Schweden. Und morgen werden wir verflixt müde sein, aber mit einem Lächeln im Gesicht aufbrechen.

Denn im Lager lernen wir voneinander und miteinander, leben unter einfachsten Verhältnissen und dem freien Himmel besser als sonst je… frei, so wie ein Vogel: